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Bischöfliches Theologenkonvikt der Diözese Rottenburg-Stuttgart

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Diplomfeier Wintersemester 2009/10

Ökumenischer Abend im Wilhelmsstift mit Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Hermann Pesch am 08. Febr. 2010

Thema des Abends: "Auf ewig getrennt und widernander"? Die Kontroverse um das kirchliche Amt: Einklang und Unterschiede

Verleihung des Hefelepreises am 28. Januar 2010

 

Wissenschaftspreis für junge Theologin


Weihbischof Dr. Johannes Kreidler überreichte im Tübinger Wilhelmsstift an die junge Theologin Christiane Holzhauer im Auftrag von Bischof Dr. Gebhard Fürst den Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preis. Dieser Wissenschaftspreis wird an herausragende junge Kirchenhistoriker vergeben, die sich der Erforschung der Geschichte im Gebiet der Diözese annehmen.

Wie der Vorsitzende des Geschichtsvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Wolfgang Zimmermann, ausführte, belege diese Arbeit, dass in Tübingen Kirchengeschichte „kein Fach am Rand der theologischen Disziplinen“ sei, das rasch durchlaufen werde; Vielmehr habe die regional forschende Kirchengeschichte ihren festen Platz im theologischen Fächerkanon. Dem stimmte Professor Dr. Andreas Holzem zu, der die Arbeit der Theologin betreut hat. In seinem Festvortrag „Last der Vergangenheit“ fragte er danach, wie Deutsche die Zeit des Nationalsozialismus erinnerten und deuteten, ob und wie sie ihre Sehnsucht nach Selbstversöhnung stillten und auf welchen Wegen sie ihre Verstrickungen in das Nazi-Regime zu verarbeiten suchten. Die Auswertung Bescheinigungen, kein Nationalsozialist gewesen zu sein –  sogenannte „Persilscheine“ – die sich Christiane Holzhauer zur Aufgabe gegeben hatte, trage dazu bei, die viele noch offenen Fragen zu beantworten.

Weihbischof Dr. Kreidler führte in seiner Laudatio aus, dass die Preisträgerin überzeugend das alte Klischee aus dem Weg geräumt habe, dass katholische Geistliche in großem Umfang und sehr großzügig solche „Persilscheine“ ausgefertigt hätten.

Nach der Preisübergabe stellte Christine Holzhauer dar, welche Rolle die von den Besatzungsmächten als unbelastet eingeschätzten Priester gespielt hätten, die diese Bescheinigungen ausstellten. Sie erläuterte, welche Bedeutung der religiösen Argumentation in diesen Fällen zukam. Die Aussagen, der Antragsteller „hätte ... oft mit ’Grüß Gott’ gegrüßt“ – und eben nicht mit dem Hitler-Gruß – und sei seinen „kirchlichen Pflichten nachgekommen“ galten als Belege für die Distanz zum System und genügten meist, um die Person zu entlasten. Die gewählten Argumente lassen erkennen, dass sich die Betroffenen pragmatisch den politischen Normen und moralischen Werten der Besatzungsmacht und der Spruchkammern anpassten. Meist sei aber bei den so Reingewaschenen und zu „Opfern“ erklärten die notwendige Auseinandersetzung mit ihrem Handeln in der Zeit des Nationalsozialismus - und mit ihrer möglichen Schuld - unterblieben.

Maria E. Gründig 

Theater im Wilhelmsstift am 22./23./24.Januar 2010

Durchreise von Curth Flatow

Die Geschichte einer Firma

Hauswochenende vom 15.-17. Januar 2010

zum Thema: Priesterliche Lebenskultur anlässlich des Priesterjahres.

Referenten: Priesterseelsorger Pater Ofried Reuter OFM, Regens Andreas Rieg, Pfarrer Klaus Kempter, Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker, Ministerialrat a.D. Herbert Bergold

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